Hof

Gusenleithnerhof0

Der Gusenleithnerhof ist ein typischer Mühlviertler Dreiseithof in Oberösterreich.

Am Gusenleithnerhof sind Zeugnisse ländlicher Alltagskultur gesammelt überwiegend vom Mitte des
19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Während der Hof die baugeschichtliche Entwicklung über einen Zeitraum von fünf Jahrhunderten dokumentiert, dienen die Einrichtungen des Hofs der ganzheitlichen Darstellung ländlich-bäuerlicher Lebenswelt.

Ursprünglich waren im Gusenleithnerhof nur das Vorhaus, die Rauchküche, die Stube mit Kammer und Aufgang zur Schlafkammer als Wohnräume nutzbar. Die bestehende 400 m² große Bausubstanz aus Steinen, Lehm und Holz mit den unverwechselbaren Mühlviertler Baudetails stammt aus dem 15. Jahrhundert. Im Zeitraum zwischen 1992 – 1997 wurden  Restaurierungsarbeiten, Umbauten sowie Zubauten und Wohnraumerweiterung in Ziegel, Stein und Holz durchgeführt.

„Nr. 5, Gusenleithnerhof: Urk. 1499; Dreiseithof mit Tormauer; der alte Hausstock mit Stichkappentonne, 17./18. Jh., im neuen Wohntrakt Rüstbaum, bez. 1869. Überbauter steinerner Troadkasten des 16. Jh., hölzerner Futterboden über Wagenremise samt Schrotgang, um 1880.“

Bundesdenkmalamt (Hrsg.) (2003): DEHIO Oberösterreich. Band 1 Mühlviertel. Horn; Wien: Berger Verlag, S. 905 – 907.

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Hofname – Lebensmittelpunkt

Der Hofname „Gusenleithner“ spiegelt ein Stück Siedlungs- und Familiengeschichte, wenn man den Standort des Dreiseithofes an der südlich des Dorfes Gauschitzberg abfallenden Senke zum kleinen Gusental sucht.
In der Stube befindet sich eine Holzdecke aus dem 19. Jahrhundert mit der Inschrift Philipp Gusenleithner, der Hofname  der Familie, die über viele Generationen Hofbesitzer war.
An den Begrenzungen der teilweise freigelegten Steinmauern im Innenhof ist die Chronologie der Um- und Ausbauphasen der vergangenen Jahrhunderte sehr gut ablesbar. Die 1992 durchgeführte Bauanalyse und Prüfung der Bausubstanz brachten sehr viele originale historische wie ästhetische Details zum Vorschein und sicherten einen Fortbestand der Architektur,  die heute als privater Wohnort der Familie Scheuchenegger und als Manufaktur [Atelier, Ausstellungsort, Biohof, Lavendelkultur und Destillation, Ort der Beratung und Organisationsentwicklung u.a.] genützt wird.

In einer  Welt im Wandel zu leben und in einem geschichtlichen und baugeschichtlichen sowie kunsthistorischen Bauernhof, Leben, Beruf  und Freizeit zu gestalten, bildet die optimale Basis dort, wo Ideenreichtum und Fantasie genügend Raum finden … in diesem Kontext ist der Lebensmittelpunkt zu verstehen.

Für die Beratung, d.h. für  Supervision & Coaching oder Organisationsentwicklung, aber auch für Kunst und Kultur ist der Standort ein willkommener Kontrast zum beruflichen Umfeld.

Wenn Sie an einem Beratungssetting oder an einer Reflexionszeit interessiert sind, nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf … Mag. Roman Scheuchenegger, MSc | T. 0676/9088016



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